Das Projekt

Projektlaufzeit 2003 - 2006. Seither ist das Projekt selbstständig.

Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Politik und Drittem Sektor wurden unkonventionelle Lösungen für Theresienthal entwickelt – stets mit dem Ziel, die Glasmanufaktur langfristig wieder marktfähig zu machen. Es entstand ein innovatives Arbeitsmarktmodell: Als Gegenleistung für ihre Arbeitslosenunterstützung bauten die Glasmacher ihr Unternehmen wieder auf und integrierten sich selbst in den ersten Arbeitsmarkt. Mit einem monatlichen Mitarbeiterdarlehen beteiligten sie sich außerdem an ihrer Manufaktur. Gleichzeitig wurde der Betrieb umstrukturiert: Neben die Theresienthal GmbH trat eine gGmbH und die gemeinnützige Stiftung Theresienthal. So konnten die Projektpartner den Glasmachern Hilfe zur Selbsthilfe leisten, ohne das Unternehmen selbst zu führen oder als Investoren aufzutreten.

Seit August 2004 brennen in Theresienthal wieder die Öfen. Aus den Archiven der Glasmanufaktur wurde nach alten Schnitten und Formen eine Kollektion entwickelt. Anfang 2005 präsentierte sich die Manufaktur erstmals auf der weltweit größten Konsumgütermesse „Ambiente“ in Frankfurt – die Resonanz des Fachpublikums war überaus positiv.

Im April 2006 wurde schließlich der letzte große Meilenstein des Projekts erreicht: Die Stiftung Theresienthal gab die unternehmerische Verantwortung an einen privaten Unternehmer ab, der die Geschäfte auf den Grundlagen der Projektentwicklung in der Marktwelt weiterführt und die Mehrheit der Anteile hält. Eine Vereinbarung zwischen der Stiftung Theresienthal und dem neuen Mehrheitsgesellschafter stellte sicher, dass die geleistete gemeinnützige Arbeit nicht nur ideell belohnt, sondern auch in Teilen rück-vergütet wird.

Das Geld wiederum floss in zukünftige gemeinnützige Projekte der Stiftung Theresienthal. Der „Neustart für Theresienthal“ kam damit nach insgesamt zweieinhalb Jahren Projektdauer zu seinem geplanten Ende – und zeigte: Freude an Verantwortung bewegt Menschen.

Das Projekt - Theresienthal Eberhard von Kuenheim Stiftung
Die Mutter
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