Das Projekt

Projektlaufzeit 2007-2012. Seither ist das Projekt selbstständig.

Die Lösung vielfältiger Probleme erfordert die Beteiligung vieler – unter diesem Motto geht die Initiative neue, unternehmerische Wege: regional organisierte gemeinnützige Aktiengesellschaften (Joblinge gAG) bündeln das Engagement der Akteure vor Ort. Aktionäre sind etwa die Kommune, lokale Unternehmen oder auch Privatpersonen. Im Rahmen der gAG verpflichten sie sich auf ein gemeinsames Ziel – Jugendlichen eine realistische Chance für einen Start ins Berufsleben zu eröffnen. Parallel zum Aufbau der ersten gAG ist gemeinsam mit Experten ein pädagogisches Konzept zur gezielten Förderung der betroffenen Jugendlichen entwickelt worden. Der zentrale Ansatz: eine individualisierte 1:1-Betreuung und intensiver Praxisbezug von Tag 1 an. 

 

In Zwiesel hat im Frühjahr 2008 die erste Joblinge gAG ihre Arbeit aufgenommen, im April 2009 folgte die Joblinge gAG München. Inzwischen ist JOBLINGE in vielen Städten und Regionen bundesweit aktiv, und die Initiative wächst weiter.  Die „Joblinge“ werden ihren Fähigkeiten und Interessen gemäß von den hauptamtlichen Mitarbeitern der Joblinge gAGs individuell betreut, qualifiziert und in die Praxis vermittelt. Auf diesem Weg werden sie durch ehrenamtliche Mentoren begleitet.

Neben der Vermittlung von grundlegenden Kompetenzen wie Durchhaltevermögen und Zuverlässigkeit helfen die Mentoren bei der Suche nach einem realistischen Berufsfeld. Nach einer „maßgeschneiderten“ Qualifizierungsphase können die Jugendlichen ihre Fähigkeiten in der Praxis unter Beweis stellen: in einem Unternehmenspraktikum mit konkreter Option auf einen Anschluss in Ausbildung oder Arbeit. Ein Großteil der Joblinge, die bisher das Programm erfolgreich durchlaufen haben, konnte auf diesem Weg bereits dauerhaft vermittelt werden. 

Um das Projekt nach der Pilotphase ausweiten zu können und dem Ansatz der Stiftung auf selbstständige Weiterführung gerecht zu werden, ist die JOBLINGE-Initiative als so genanntes Social Franchise-Modell angelegt. Eine gemeinnützige JOBLINGE-Dachorganisation unterstützt langfristig die bestehenden Joblinge gAGs bei ihrer täglichen Arbeit, hilft die gemeinsamen Qualitätsstandards der Initiative zu sichern und bereitet den Aufbau neuer Standorte vor. Nachahmer sind somit explizit erwünscht: Wer der Herausforderung „Jugendarbeitslosigkeit“ begegnen und Unternehmertum mit Gemeinnutz verbinden möchte, dem bietet JOBLINGE Raum für bürgerschaftliches Engagement in der eigenen Region.

Das Projekt - Joblinge Eberhard von Kuenheim Stiftung
Die Mutter
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